Aktuelles Ein eingelöstes Versprechen und dessen Weiterentwicklung: Fachtagung zu „Profivereine machen Schule“ in der Alten Försterei
Über 100 Vertreterinnen und Vertreter von Berliner Schulen nahmen in dieser Woche an der von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gemeinsam mit den sechs Berliner Profisportclubs ALBA BERLIN, BR Volleys, Eisbären Berlin, Füchse Berlin, Hertha BSC und 1.FC Union Berlin, organisierten Fachtagung teil. Das Thema: Der Status Quo von Profivereine machen Schule. Dabei wurde eine positive Bilanz gezogen. Vor allem aber wurden auch Möglichkeiten aufgezeigt, die sich für die Zukunft ergeben.
Der 1.FC Union als Gastgeber
Die Gastgeber vom 1.FC Union Berlin, Christian Arbeit und Lutz Munack, begrüßten die Anwesenden. Munack, Nachwuchs-Chef beim FCU, erinnerte an die Anfänge des Programms „Profivereine machen Schule“ im Jahr 2012, mit ALBA BERLIN und Henning Harnisch als dessen Treiber. Er gab für den Tag die Richtung vor: „Wir wollen untereinander ins Gespräch darüber kommen, wie man strukturiert in der Schule in Bewegung kommt.“
Ines Rackow, die u.a. für Ganztag und Schulsport zuständige Referatsleitung aus der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, zeigte sich sehr zufrieden mit der Entwicklung des Programms. Für sie ist „Profivereine machen Schule“ immer noch ein Versprechen. „Mit inzwischen 80 teilnehmenden Schulen, 73 Coaches und über 1280 Bewegungsstunden pro Woche“, wie der Schulsportreferent des Landes Berlin Tillman Wormuth berichtete, allerdings eins, das durchaus als eingelöst bezeichnet werden kann. Rackow stellte auch klar, dass das Programm „ein Beitrag zur Chancengerechtigkeit für Kinder ist, die von Eltern nicht so gefördert werden können“. Dabei geht es einerseits um Impulse für schulische Interessen, andererseits aber auch darum, „die außerunterrichtliche Zeit sportlich zu gestalten.“
In der folgenden Podiumsdiskussion wurde der Status Quo des Programms unter die Lupe genommen, aber auch schon in die Zukunft geschaut. Dabei wurde auch kritisch betrachtet, dass es nicht immer leicht ist, eine ganze Schulgemeinschaft mitzunehmen und vieler Gespräche, Verlässlichkeit und Förderung bedarf.
ALBA als Vorreiter
Die Chance, Schulen und deren Alltag bewegter zu machen, bietet die Ganztagsbetreuung. Wenn Sportvereine auch Träger im Ganztag werden, ergeben sich viele neue Möglichkeiten, Schulen zu gestalten. Eben solche konkreten Gestaltungsmöglichkeiten waren dann das Thema im zweiten Teil des Fachtags. In fünf Workshops konnten die anwesenden Fachkräfte inspirierende Beispiele für die sportlichere Ausrichtung des Schulalltags kennenlernen. Ob ganzheitlich, wie beim von ALBA in seinem Projekt SPORT VERNETZT Ganztagsgrundschule entwickelten „Bewegungsband“ oder bei der Schulorganisation und Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams. Ein Thema war auch die Finanzierung der Programme für Sport und Bewegung. Es ging um einen bewegten Übergang von der Kita in die Grundschule, aber auch um Sportklassen und eine damit einhergehende Schulprofilbildung.
Am Ende nahmen viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur Motivation, sondern auch konkrete Beispiele mit in ihre Schulen. Anfragen an die Profivereine bzgl. neuer Kooperationen gab es zahlreich. Hierfür gelten die Worte von ALBAs Leiter für Bildung und Soziales, Philipp Hickethier: „Wir können als Proficlubs nicht überall sein, unterstützen aber sehr gerne alle Vereine, Schulen und Träger, die sich auf den Weg machen, mehr Sport und Bewegung in die Schulen zu bringen.“
Mehr zum Programm: https://www.profivereine-machen-schule.de/